Ev. Pfarrgemeinde Eichel-Hofgarten

 

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Herzlich Willkommen in der Veitskirche zu Eichel!

 

Wir freuen uns, über Ihr Interesse an unserer wunderschönen kleinen Dorfkirche.

 

Nach alter Überlieferung handelt es sich bei unserer Kirche um die Wallfahrtskirche “Maria zur Eiche”. Für ein halbes Dutzend Ortschaften links und rechts des Mains war sie für lange Zeit das einzige Gotteshaus. Noch heute führt von der Anlegestelle am Main das so genannte “Heiligengässchen” zur Kirchgasse. Pfarrkinder und Pilger zogen einst auf diesem Weg zur Kirche.

 Heute trägt unsere Kirche den Namen „Veitskirche“ nach ihrem Schutzpatron, dem heiligen Veit (Vitus). Er war ein Märtyrer zur Zeit des Kaisers Diokletian (3.Jhdt. n.Chr.). Der Legende nach wurde er in einem Kessel mit siedendem Pech gefoltert. Wie durch ein Wunder überlebte er diese Tortur. Er gilt als Schutzheiliger gegen Veitstanz, Tollwut, Feuer- und Blitzgefahr und ist der Patron der Kupferschmiede (wegen des Kessels).

 Das ehemals selbständige, nun nach Wertheim eingemeindete Dorf Eichel besitzt wohl das älteste Gotteshaus im badischen Mainfranken. Sein romanischer Turm ist zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert entstanden. Auch sein Schiff war ursprünglich romanisch.

 Heute geht man vom Hauptportal an der Querseite der Kirche ins Innere. Wenn Sie noch vor der Kirche stehen, sehen Sie mit etwas Abstand links an der Längsseite der Kirche die ursprüngliche Eingangstür. Über dieser Nordtür finden Sie einen Rundbogen mit symbolischer Darstellung des Sieges Christi über den Teufel: Widder und Wolf.

 

 

An den früheren Eingang zu katholischen Zeiten unserer Kirche, also vor der Reformation, die schon 1522 in Wertheim Einzug gehalten hat, erinnert noch das alte Weihwasserbecken innen an der Tür, eingelassen ins Mauerwerk.

Sie sehen ihn, am heutigen Eingang stehend, links an der Wand.

 Ebenfalls an die katholische Vergangenheit unserer Kirche erinnert das Tabernakel, das Sakramentshäuschen links vorne im Altarraum. Es ist in die Wand eingelassen und mit einem kunstvoll geschmiedeten Türlein verschlossen. Im Tabernakel wurden die gewandelten Hostien aufbewahrt, die bei der Feier des Abendmahls übrig geblieben waren.

  

Auf dem Weg zum Altarraum gehen Sie durch die rechts und links gleichmäßig angeordneten Kirchenbänke hindurch.

 

Die Treppe, die gegenüber der Kanzel in die Höhe führt, ist der Zugang zum Glockenturm. Direkt darunter geht es in die Sakristei.

 

 

Früher war die Sitzordnung eine andere, wie Sie diesem Bild aus alten Zeiten entnehmen können.

Hier sehen Sie, dass die Kanzel und der Taufstein ebenfalls eine Veränderung in Gestalt bzw. Aufstellungsort erfahren haben.

 

 

Wenn Sie nun vorne im Altarraum stehen, können Sie unseren schönen Flügelaltar bewundern. Er hat das Leiden Christi am Kreuz zum zentralen Inhalt: Links und rechts sehen Sie Szenen aus der Passion Christi (Jesus betend im Garten Gethsemane links oben, Jesu Geißelung durch die Soldaten des Pilatus rechts oben, Jesu Weg zum Kreuz links unten, Grablegung des Leichnams Jesu rechts unten). Im Sockel ist das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern dargestellt.

 Über dem Altar ist eine Figur des heiligen Veit angebracht, der betend im Topf mit dem heißen Pech sitzt.

 

 

 

Wenn man sich nun umwendet und in Richtung Eingang der Kirche blickt, sieht man auf der Empore die Orgel unserer Kirche. Sie wurde im Jahr 1978 von Frau Nürnberger hier aus Eichel gestiftet. Seither kommt sie bei der Gestaltung von Gottesdiensten und kleineren Konzerten vielfach zum Einsatz.